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Krankheitsbilder |
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In der privaten Facharztpraxis liegt der Behandlungsschwerpunkt auf den nachfolgenden Krankheitsbildern, aber alle psychischen Erkrankungen können behandelt werden.
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| Depression |
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Bei einer Depression handelt es sich um ein Krankheitsbild, das sich von einer normalen Traurigkeit unterscheidet. Bei einer Depression können viele verschiedene psychische und körperliche Krankheitszeichen bestehen, so dass die deprimierte Stimmungslage sogar dahinter verborgen sein kann. Eine Depression beeinträchtigt viele Bereiche psychischer Funktionen auch außerhalb des Gefühlslebens. Während eine normal-psychologische Traurigkeit in der Regel von jedem Betroffenen selbst wahrgenommen werden kann, so ist das Krankheitsbild einer Depression für viele Betroffene selbst nicht erkennbar, so dass nicht selten ein längerer Zeitraum vergeht, bis eine Behandlung aufgenommen wird. Eine Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, die zwischenzeitlich zu einer häufigen Ursache einer Berufsunfähigkeit und einer vorzeitigen Berentung geworden ist. Es gibt viele verschiedene Ursachen und Ausprägungsformen einer depressiven Krankheitssymptomatik, die von einer reaktiven Depression, das heißt von überwiegend äußeren Umständen verursachte Depression über ein Burnout-Syndrom im Sinne einer Erschöpfungsdepression durch andauernde und übermäßige Belastung bis hin zur sogenannten Winterdepression reichen kann. Ebenso kann eine Depression ohne erkennbaren äußeren Anlass auftreten. Entsprechend differenziert muss deshalb auch die Behandlung erfolgen, wobei ein weites Spektrum von Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung steht, die von natürlichen Interventionen wie Lichttherapie über eine medikamentöse Behandlung bis hin zur Psychotherapie reichen kann. Hervorzuheben ist der störungsspezifische Behandlungsansatz einer interpersonellen Psychotherapie. Bei ausreichend langer und differenzierter Behandlung besteht in der Regel eine günstige Prognose, so dass bei über 90 Prozent eine Rückbildung der depressiven Krankheitssymptomatik erzielt werden können.
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| Angsterkrankungen |
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Häufig gehen Angsterkrankungen mit einem erheblichen Leidensdruck einher und führen zu einer bedeutsamen Beeinträchtigung der Lebensführung. Dennoch hindert die krankhafte Ausprägung der Angst häufig Patienten auch, einen Arzt aufzusuchen. Auch bei der Angsterkrankung gibt es verschiedene Formen, die von einer generalisierten, allgemeinen diffusen Angst über Phobien bis hin zu Angstanfällen, einer Panikstörung reichen kann. Bei einer Panikstörung stehen die körperlichen Symptome einer Angst, wie Herzjagen und Schwindelgefühle und Luftnot im Vordergrund, so dass viele Betroffene bereits viele Untersuchungen zur Abklärung der körperlichen Krankheitsuntersuchung durchführen ließen, ohne dass hierdurch eine Änderung erzielt werden konnte. Während Angst als gesunde Gefühlsregung hilft Gefahren zu vermeiden und so das Leben beschützt, so hat jedoch die Angsterkrankung diese hilfreiche Funktion verloren und schränkt und behindert die Lebensführung. Da Angsterkrankungen unbehandelt zur Chronifizierung neigen, führt ein schleichend zunehmender Krankheitsprozess zur immer ausgeprägteren Krankheitssymptomatik und zunehmenden Einschränkungen im persönlichen und beruflichen Bereich.
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| Burnout |
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Bei Burnout handelt es sich um einen gegenwärtigen häufigen Begriff zur Beschreibung einer erheblichen Erschöpfungssymptomatik, häufig in Verbindung mit Perspektivlosigkeit. Ein Burnout-Syndrom steht häufig in Zusammenhang mit einer exzessiven Leistungsanforderung, aber auch mit einem leistungsorientierten Persönlichkeitsstil. Der daraus resultierende tief gehende Erschöpfungszustand führt letztlich auch zur Niedergeschlagenheit und damit zu einer Erschöpfungsdepression. Da es sich bei einer Erschöpfungsdepression um ein Krankheitsbild und nicht nur um eine ledigliche Erschöpfung handelt, reicht in der Regel eine Erholung oder ein Urlaub nicht aus, um zu einer anhaltenden Rückbildung der Krankheitssymptomatik zu führen, sondern es bedarf einer umfassenden und individuellen Behandlung.
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| Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung-Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) |
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Das umgangssprachlich genannte Zappelphillip-Syndrom stellt eine Erkrankung im Kindes- und Jugendalter dar. Erst im letzten Jahrzehnt setzte es sich durch, dass diese Erkrankung auch im Erwachsenenalter fortbestehen kann. Nur bei einem Teil der betroffenen Kinder verwächst sich diese Erkrankung in der Pubertät. Allerdings kann durch die psychische Entwicklung zum Erwachsenen auch eine Symptomveränderung beobachtet werden. Aufgrund der erst neueren Erkenntnis, dass diese Erkrankung auch im Erwachsenenalter fortbestehen kann, gibt es nun etliche erwachsene Menschen, die unter dieser Erkrankung leiden, aber bisher nicht diagnostiziert und auch nicht behandelt wurden. Aus diesem Grunde wird auch relativ häufig diese Erkrankung nun bei erwachsenen Menschen diagnostiziert. Voraussetzung zur Diagnosestellung ist ein Nachweis, dass diese Erkrankung bereits im Kindes- und Jugendalter begonnen hat. Die Behandlungsstrategien reichen hier von einer Psychopharmakotherapie bis hin zur Psychotherapie bzw. zu einer Kombination aus beiden Behandlungsmöglichkeiten. Häufig ist auch ein gleichzeitiges Auftreten einer Depression mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung. Auch solche Begleiterkrankungen gilt es in dem Behandlungsplan mit zu berücksichtigen. Die Behandlung muss individuell auf den Einzelfall abgestimmt werden, so dass auch immer individuell geprüft werden muss, ob eine Psychopharmakotherapie mit Psychostimulanzien im einzelnen Fall erforderlich ist.
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